SIMONE BRUNS
TILDA SPRAYED SCARF - HESSIAN/CREAMPUFF
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Produktbeschreibung
Kaschmirpflege
Cashmere ist ein besonders zartes, aber auch sehr elastisches Material. Durch die von uns verwendeten feinen Fasern neigt das Material gerade am Anfang zum leichten Pilling. Dies nimmt mit der Zeit jedoch deutlich ab. Die entstehenden Knötchen entfernen Sie bei Glattstrick vorsichtig mit einem Cashmere-Kamm.
Unser Garn

Cashmere stammt von der gleichnamigen Ziege aus dem Himalaya. Die mit der Hausziege verwandte Gattung mag die Kargheit, Trockenheit und vor allem Eiseskälte. Am wohlsten fühlen sich die Tiere auf einer Höhe über 4000 Meter über Meer. Durch die widrigen Umstände produzieren sie sehr strapazierfähiges Deckhaar. Um sich warm zu halten befindet sich darunter eine Art Vlies, unser begehrtes Kaschmir.
Das Fell wird während des Fellwechsels zum Ende des Winters bzw. im Frühjahr ausgekämmt. Teilweise werden die Ziegen auch maschinell geschoren. Pro Tier werden ca. 150 Gramm gesammelt. Sortiert wird von Hand nach Farben, schlechten Partien und gewaschen, um Fett und Verunreinigungen zu entfernen.
Das grobe Deckhaar (Grannen) wird von der gewünschten feinen Unterwolle getrennt. Dabei gilt, je feiner und länger die Faser ist, desto kostbarer ist sie. Als Cashmere bezeichnet werden dürfen Fasern mit einem Durchmesser von maximal 19 Tausendstelmillimeter. Man vergleiche dies mit einem menschlichen Haar; dies ist etwa 50 bis 70 Mikrometer fein! Dank ihres Crimp – Kräuselung der Haare - entstehen kleine Hohlräume, in welchen sich die Luft einschleusen kann. Dadurch geben sie eine Wärme ab, die nicht zu vergleichen ist! Selbst im Sommer ist ein Cashmere-Schal ein unverzichtbarer Begleiter.
Ebenfalls ein Qualitätsmerkmal ist die Länge der einzelnen Fasern. Je länger es ist, desto weniger besteht die Gefahr, dass sich einzelne Härchen im Gewebe lösen und so Juckreiz auslösen. Da die Cashmere-Faser nicht schuppenartig aufgebaut ist und kein Lanolin enthält, ist sie die einzige Wolle, die selbst Wollallgergiker tragen können.
Handmade in Nepal
Bei einem Besuch in Nepal, nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe, war ihr die Idee gekommen mit den dort beheimateten Cashmere-Produzenten und Heimarbeiterinnen auf dem Land eine globale Allianz zu schmieden. Deren Ziel ist es, vor allem den Frauen auf dem Land eine tragfähige und langfristige berufliche Perspektive zu bieten. Da die meisten von ihnen weder schreiben noch lesen können, stellt ihr handwerkliches Geschick bei der Verarbeitung von Cashmere-Garnen die einzige Möglichkeit dar, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
Simone Bruns: „Mit der Herstellung nur eines Schales kann eine Frau ihre gesamte Familie ernähren.“ Ihre Wertschöpfungskette beginnt im eigenen Land mit der Entwicklung und dem Design der Kollektionen. Vor Ort im Himalaya setzen die Frauen die Designs unter Anleitung eines örtlichen Mitarbeiters um. Am Ende erhält jedes handgehäkelte und gestrickte Unikat eine eigene Seriennummer und macht sich auf den Weg nach Deutschland.
Für ihre Arbeit erhalten die Frauen eine monatliche Vergütung, die weit über dem üblichen Durchschnittseinkommen eines Nepalesen liegt. Simone Bruns´ innigster Wunsch ist es daher, möglichst viele Frauen in Deutschland und Europa von dieser weltumspannenden Kooperation zu überzeugen. Sie sagt: „Unsere Produkte sind Unikate und luxuriöse Highlights im Kleiderschank jeder Frau. Jedes Einzelne von ihnen ist auch ein Botschafter der Menschlichkeit und der Wertschätzung.“
Leichte Farbunterschiede oder kleine Unregelmäßigkeiten sind kein Fehler – sie sind ein Zeichen echter Handarbeit und machen jedes Kleidungsstück einzigartig.
Jeder Faden erzählt die Geschichte eines Menschen.
Jede Naht ist mit Sorgfalt und Hingabe gefertigt.
So verbinden sich Tradition, Würde und Hoffnung.
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